Fibel

Knöpfe, Schrauben,
Knoten helfen Dinge zu verbinden oder zu befestigen. Etwas aus
der Mode gekommen ist die "Fibel", ein Vorläufer
der Sicherheitsnadel. Der Begriff Fibel meint kein Schulbuch,
sondern leitet sich vom lateinischen Wort fibula (Spange) ab.
Diese Verschlüsse sind in Europa seit der Bronzezeit, also
seit fast viertausend Jahren, bekannt. Sie wurden vorwiegend
aus Bronze, Eisen oder Silber gefertigt.

Solche Schließen
waren oft reich verziert und hielten oder rafften die Kleidungsstücke
zusammen, die wahrscheinlich noch keine Knöpfe hatten.
Bis ins Mittelalter hinein wurden sie verwendet. Fibeln hatten
neben ihrer Schließfunktion aber auch Schmuckcharakter.
Häufig dienten sie auch als Statussymbol. Ihr Aussehen
wurde dem Modetrend der Zeit entsprechend geändert. So
liefert ihre Entwicklung wichtige typologische Anhaltspunkte
für die archäologische Datierung und macht Fibeln
zu beliebten Fundstücken bei archäologischen Ausgrabungen.
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Funde
aus Gräbern geben Aufschluß über die Tragweise
der Fibel und lassen manchmal Rückschlüsse auf die
Form der Kleidung zu.
Die Herstellung unserer Fibel liegt ungefähr 2500 Jahre
zurück. Diese Zeit der beginnenden keltischen Hochkultur
wird, nach einem bedeutenden Fundort in der Schweiz, auch als
Frühlatène bezeichnet. Typisch für die frühe
keltische Kunst ist die üppige Verwendung von Ornamenten.
Sie zeigt eine Vorliebe für eigentümliche Stilisierung
pflanzlicher, tierischer und menschlicher Formen und bevorzugt
lebhafte Farben. Bei manchen Fibeln wurde die Farbwirkung der
goldglänzenden Bronze durch die Verarbeitung von roter
Koralle oder Halbedelsteinen wie Carneol noch erhöht. In
dieser Periode treten immer häufiger zweigliedrige Fibeln
auf, die nicht mehr aus einem Stück gefertigt sind, sondern
an denen Fibelkörper und Spirale samt Nadel getrennt hergestellt
und mittels einer Achse verbunden werden. Fundort der Vorlage
für diese Nachbildung ist Blaubeuren (Baden Württemberg).
Dort wurden im Jahr 1867 beim Bau einer Eisenbahnlinie mehrere
Einzelstücke geborgen. Sehr wahrscheinlich stammen diese
aus frühkeltischen Flachgräbern. Nähere Beschreibungen
der Fundumstände sind heute nicht mehr bekannt. Im Württembergischen
Landesmuseum in Stuttgart ist das Original heute zu sehen.

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